Meine persönliche Oil Cleansing Rezeptur
Wie ich zu meiner ultimativen Oil Cleansing Rezeptur kam
Meine Reise zum Oil Cleansing begann mit meiner eigenen Haut.
Seit meiner Teenagerzeit hatte ich mit Akne zu kämpfen und probierte über Jahre sehr vieles aus. Angefangen mit den typischen Pickelmittelchen für Teenager aus dem Supermarkt über spezielle, sehr teure Produkte gegen Akne aus der Drogerie bis hin zu verschriebenen Cremes vom Dermatologen. Nichts half wirklich gut. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass meine Haut dadurch immer gereizter wurde und noch mehr Pickel und Entzündungen produzierte.
Irgendwann war ich so verzweifelt, dass ich einfach aufhörte überhaupt etwas mit meiner Haut zu machen. Ich begann mich stattdessen intensiv mit Haut, Akne und natürlichen Ansätzen zu beschäftigen und vor allem eines zu lernen: meiner Haut zuzuhören.
Über diesen Weg bin ich schliesslich auch beim Oil Cleansing gelandet. Ich war sofort begeistert. Ich hatte das Gefühl, dass ich damit unglaublich viel Schmutz, Talg und abgestorbene Hautschüppchen von meinem Gesicht lösen konnte. Nach der Reinigung fühlte sich meine Haut richtig sauber, befreit und irgendwie „aufgeräumt“ an.
Ich nutze die Oil Cleansing Methode also schon lange und habe Zusammensetzung und Verhältnis immer wieder angepasst, da ich über die Zeit gemerkt habe, wie unterschiedlich meine Haut auf die jeweiligen Öle reagiert.
Nach einiger Zeit haben sich dabei zwei Öle besonders bewährt, die für mich die Basis meiner Oil Cleansing Mischung bilden:
Jojobaöl und Rizinusöl
Als Basisöl bevorzuge ich Jojobaöl, da es vielseitig, stabil und angenehm auf der Haut ist. Rizinusöl ergänze ich wegen seiner besonders reinigenden Eigenschaften.
Ausserdem empfinde ich persönlich beide Öle als gut hautverträglich. Je nach Hautzustand, Hauttyp und persönlichen Vorlieben kann die Mischung um weiter Öle ergänzt werden.
Meine 2 Grundöle
Ich möchte Dir die zwei Öle kurz unter berücksichtigung wissenschaftlicher Fakten des National Institute of Health (NIH) etwas genauer vorstellen:
Rizinusöl (Castor Oil): Warum hat es reinigende Eigenschaften?
Rizinusöl gilt in der Oil Cleansing-Community als das reinigende Öl, da es Schmutz extrem gut anzieht. Wissenschaftlich wird das durch seine einzigartige chemische Struktur erklärt:
- Die Kraft der Rizinolsäure: Laut wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten in den PMC-Artikeln der NIH besteht Rizinusöl zu rund 90 % aus Rizinolsäure (Ricinoleic Acid). Diese ungesättigte Fettsäure verleiht dem Öl eine hohe Viskosität (Zähflüssigkeit) und kann oxidierten Talg, tiefsitzenden Schmutz und Make-up-Reste anziehen wie ein Magnet („Gleiches löst Gleiches“).
- Tiefenreinigung & Antimikrobielle Wirkung: In dermatologischen Analysen, die über PubMed der NIH auffindbar sind, wird bestätigt, dass Rizinusöl antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Es hilft dabei, verstopfte Poren (Blackheads) zu befreien, indem es den festen Talg aufspaltet und gleichzeitig Bakterien entgegenwirkt.
Da Rizinusöl so gut reinigt und leicht adstringierend (zusammenziehend) wirkt, kann es die Haut austrocknen. Deswegen sollte es immer mit leichteren Ölen gemischt werden.

🧴 Mein Qualitäts-Tipp für Rizinusöl:
Für das Gesicht solltest du ausschliesslich kaltgepresstes, hexane-freies Bio-Rizinusöl in einer lichtgeschützten Braunglasflasche verwenden.[ 👉 Reines Bio-Rizinusöl ansehen ]
Jojobaöl: Warum ist es der perfekte Balance – Partner?
Jojobaöl übernimmt in der Oil Cleansing Method die Rolle des Regulators. Es sorgt dafür, dass die Reinigung mit Rizinusöl nicht austrocknend wirkt und die Haut nicht mit Fett überreagiert.
- Kein echtes Öl, sondern ein flüssiges Wachs: Laut chemischen Analysen in der PMC-Datenbank des NIH besteht Jojobaöl fast vollständig aus flüssigen Wachsestern und eben nicht aus Triglyceriden wie typische Pflanzenöle. Diese molekulare Struktur ist dem menschlichen Sebum (Hauttalg) verblüffend ähnlich. Dermatologische Übersichtsarbeiten, die auf PubMed des NIH gelistet sind, heissen diese Eigenschaft biomimetisch (die Natur nachahmend). So kann Jojobaöl den Talgdrüsen signalisieren, dass bereits genügend Fett auf der Haut vorhanden ist. Dadurch kann die hauteigene Überproduktion an Fett gedrosselt werden und die Poren weniger verstopfen.
- Entzündungshemmend und gegen Akne: In umfassenden Übersichtsarbeiten auf PubMed des NIH werden die pharmakologischen Eigenschaften von Jojobaöl untersucht. Es zeigt nachweislich entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Effekte. In klinischen Tests konnte eine signifikante Reduktion von entzündlichen Hautveränderungen (wie Papeln und Pickeln) nachgewiesen werden.PubMed des NIH
- Verbesserte Wundheilung: Aktuelle Forschungen, die in PubMed-Artikeln der NIH dokumentiert sind, zeigen zudem, dass Jojobaöl die Synthese von Kollagen und Hyaluronsäure in den Hautzellen anregt. Das beschleunigt die Heilung von abgeheilten Pickeln und verhindert die Entstehung von Pickelmalen.

🌿 Meine Empfehlung für Jojobaöl:
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Für mich persönlich hat sich eine Kombination aus Jojobaöl, Rizinusöl und Traubenkernöl besonders bewährt.
Traubenkernöl: Warum ist es gut für fettige, unreine Haut?
Viele Menschen mit fettiger Haut haben Angst vor Ölen. Traubenkernöl ist das perfekte Gegenargument, da es die Haut balanciert, statt sie zu verstopfen.
- Hoher Linolsäure-Anteil (Omega-6): Studien in den PMC-Datenbanken der NIH zeigen, dass Menschen mit Akne und fettiger Haut oft einen Mangel an Linolsäure in ihrem hauteigenen Talg aufweisen. Ist zu wenig Linolsäure vorhanden, wird der Talg zäh und verstopft die Poren. Traubenkernöl liefert genau diese essenzielle Linolsäure. Es verflüssigt den hauteigenen Talg, sodass dieser besser abfliessen kann
- Leichte Textur: In Untersuchungen zu Inhaltsstoffen für Akne-Haut bei der NIH wird Traubenkernöl als sicheres, leichtes Öl aufgeführt. Es zieht schnell ein, hinterlässt keinen schweren Film und verstopft die Poren nicht (nicht-komedogen).
- Antioxidativer Schutz: Es ist reich an Vitamin E und Polyphenolen. Dies verhindert, dass der hauteigene Talg auf der Haut oxidiert (denn oxidierter Talg führt zu Entzündungen und Mitessern).

✨ Mein Tipp für Traubenkernöl:
Raffiniertes Öl verliert fast alle seine Wirkstoffe. Achte unbedingt auf die Kennzeichnung „nativ“ oder „kaltgepresst“. Dieses Öl zieht besonders leicht ein:[ 👉 Kaltgepresstes Bio-Traubenkernöl ansehen ]
Dein persönliches Haut-Experiment: Warum es kein starres Rezept gibt
Wissenschaftliche Studien geben uns die Richtung vor – aber deine Haut hat das letzte Wort. Jojobaöl und Rizinusöl bilden zwar das perfekte Fundament für jede Ölreinigung, aber das exakte Mischungsverhältnis ist keine mathematische Gleichung, die für jeden Menschen gleich aufgeht.
Haut ist dynamisch. Sie verändert sich mit den Jahreszeiten, dem Hormonzyklus, durch Stress oder die Ernährung. Deshalb ist mein wichtigster Tipp für dich: Hör auf deine Haut und passe die Verhältnisse flexibel an!
Wer zu trockener oder empfindlicher Haut neigt, kann mit einem geringeren Anteil an Rizinusöl beginnen. Bei fettiger oder zu Unreinheiten neigender Haut kann ein höherer Anteil sinnvoll sein. Beobachte deine Haut. Hör auf sie! Fühlt sie sich danach angenehm an oder reagiert sie mit Trockenheit oder Irritation?
Ich passe bei mir das Rizinusöl auch je nach Saison an. Im Winter nehme ich zum Beispiel weniger, da die Haut eh schon trockener ist.
Mein Ansatz ist deshalb nicht: eine Mischung für alle und immer.
Sondern:
Rizinusöl und Jojobaöl als feste Komponente + bei Bedarf 1-2 weitere Öle. Je nach Hautzustand Öle und Verhältnis anpassen.
So lässt sich die Ölreinigung viel individueller gestalten – und man kann beobachten, was der eigenen Haut tatsächlich gut tut.
- Deine Haut spannt oder wirkt nach dem Cleansing trocken? Das ist das Zeichen deiner Haut, dass der Rizinusöl-Anteil zu hoch ist. Reduziere das Rizinusöl und erhöhe den Anteil an Jojobaöl oder Traubenkernöl.
- Deine Haut glänzt stark oder du merkst, dass der Talg nicht richtig gelöst wird? Erhöhe den Anteil an Rizinusöl leicht, um die Reinigungskraft zu verstärken.
- Du hast akute Entzündungen oder einen Akne-Schub? Gib deiner Haut mehr Traubenkernöl für den extra Schub an Linolsäure und Antioxidantien.
Mein Tipp für den Start: Mische dir zu Beginn keine riesige Flasche an. Nutze stattdessen kleine Braunglasfläschchen oder mische die Öle für die ersten Anwendungen direkt frisch in deiner Handfläche. So kannst du von Tag zu Tag experimentieren, bis du deine persönliche Wohlfühl-Mischung gefunden hast.
Das Grund – Verhältnis
Nun willst Du aber sicher wissen, mit welchem Verhältnis Du denn starten sollst? Dafür habe ich eine kurze Übersicht erstellt:
| Hauttyp | Rizinusöl (Reinigung) | Jojobaöl (Balance) | Traubenkernöl (Leichtigkeit) |
|---|---|---|---|
| Fettige & unreine Haut | 30 % (ca. 1/3) | 35 % | 35 % |
| Mischhaut / Normale Haut | 20 % (ca. 1/5) | 60 % | 20 % |
| Trockene & sensible Haut | 10 % (oder weglassen) | 80 % | 10 % |
Meine persönliche Mischung ist besonders für fettige, zu Unreinheiten neigende Haut und Mischhaut geeignet. Speziell für Normale bis trockene Haut gibt es noch viel mehr wertvolle Öle.
Möchtest du noch tiefer in die Welt der Pflanzenöle eintauchen und herausfinden, welche Schätze die Natur noch für deine Haut bereithält? Auf meiner Übersichtsseite habe ich dir die wichtigsten Öle und ihre Wirkung detailliert zusammengefasst.
Wie funktioniert Oil Cleansing?
Wenn Du wissen willst, wie Oil Cleansing genau geht und wie Du es richtig anwendest, schau auf meiner Website inOiLove.com nach.